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Saturday, January 20, 2007

Hillary Clinton´s Weg in Bildern

Szenen einer Ehe 1980: Hillary Clinton verpasst der ersten und einzigen Tochter Chelsea einen kräftigen Schmatz. Vater Bill amtiert zu der Zeit als Gouverneur des Staates Arkansas. Seine Frau hat er in den siebziger Jahren an der Eliteuni Yale kennengelernt.

Jubel 1982: Das Ehepaar triumphiert in Little Rock, Arkansas, nachdem sich Bill Clinton gegen einen parteiinternen Widersacher durchgesetzt hat. Hillary machte in dieser Zeit eigenständig Karriere und stieg zu einer der angesehensten Juristinnen der USA auf.

Fan-Kulisse 1991: Hillary und Chelsea applaudieren - soeben hat Bill Clinton bekannt gegeben, er wolle US-Präsident werden. Hillary Clinton beriet ihn im Wahlkampf.

Auf dem Erfolgsweg 1992: Clinton schmachtet telegen ihren Mann an, nachdem der die ersten Vorwahlkämpfe gewonnen hat. Schon in dieser Zeit war die Öffentlichkeit gespalten - in Hillary-Fans und Hillary-Verächter.

1992, an der Seite des mächtigsten Mannes der Welt: Hillary Clinton bei der Vereidigung ihres Mannes zum Präsidenten. In den Folgejahren wurde sie zur einflussreichsten und sichtbarsten First Lady seit Eleanor Roosevelt. Sie verzichtete allerdings darauf, ihre Karriere als Juristin fortzuführen.
Flüstertöne 1998: Hillary Clinton wahrt die Fassade - auf dieser berüchtigten Pressekonferenz sagte ihr Mann den Satz: "Ich hatte keine sexuellen Beziehungen mit dieser Frau, Frau Lewinsky." Der Präsident betrog damit nicht nur seine Frau, sondern die Öffentlichkeit. Doch als die Republikaner versuchten, ihn des Amtes zu entheben, nahm Hillary ihn gegen die "Verschwörung der Rechten" in Schutz

2000 - selbst in der ersten Reihe: Clinton gibt bekannt, dass sie sich für das Amt der Senatorin im US-Bundesstaat New York bewirbt. Sie ist die erste Frau eines US-Präsidenten, die ein politisches Amt anstrebt - und gewinnt.

Wachwechsel 2001: Hillary Clinton wird im Januar als Senatorin vereidigt. Ihr Mann aber muss wenige Tage darauf nach zwei Amtsperioden abdanken. Noch-Vizepräsident Al Gore konnte sich in einer höchst umstrittenen Präsidentschaftswahl nicht gegen George W. Bush durchsetzen.

Schwere Aufgabe 2001: Senatorin Clinton besucht am 20. September das Trümmerfeld der zerstörten Zwillingstürme in New York. In der Anfangsphase ihrer Tätigkeit als Senatorin hielt sich Clinton mit öffentlichen Auftritten ansonsten noch auffällig zurück.

2007 - im Amt gereift: Hillary Clinton, inzwischen eine der mächtigsten Figuren im US-Senat, trifft sich mit Veteranen des Irak-Kriegs. Im November 2006 haben die Demokraten erstmals seit der Amtsperiode ihres Mannes wieder die Kontrolle in beiden Kammern des Kongresses erlangt.

Wednesday, October 25, 2006

Spannung bei den Democrats


Die Democrats machen es spannend. Anfang des Jahres konnte man noch hoffen, 2008 erstmals einen Präsidentschaftswahlkampf mit zwei weiblichen Kandidatinnen erleben zu können. Condoleezza Rice hat eine Kandidatur zwischenzeitlich ausgeschlossen und wird nach 2008 wohl an die Standford University in Berkley zurückkehren, um dort ihr Metier der internationalen Politik akademisch weiterzuführen.
Die Republicans machen es spannend, denn ein aussichtsreicher Kandidat zeichnet sich nicht wirklich ab.

Anders bei den Democrats. Hillary Clinton hat mehr oder weniger deutlich gemacht, dass sie antreten wird. Und nun Barak Obama. Den Senator als Illinois kennt im Ausland nahezu niemand, bei den Democrats ist er der grosse Star, seit er 2004 eine der wichtigsten Einführungsreden auf der Convention zur Inauguration von John Kerry als demokratischer Präsidentschaftskandidat hielt. Die Vorwahlen gewinnen damit an Spannungskraft, da Clinton nicht mehr die quasi geborene Kandidatin ist, sondern sich einen ernsthaften Konkurrenten zu erwehren hat.
Ein Novum ist der Wahlkampf damit trotzdem: eine Frau und ein Afro-Amerikaner. Noch nie in der U.S.-Geschichte hatte auch nur eine von beiden Gruppen den Hauch einer Chance auf die U.S.-Präsidentschaft und jetzt treten sie im Doppelpack an. Vielleicht sollte man sich schon jetzt darauf einstellen, dass das demokratische Gespann für die Präsidentschaftswahlen 2008 Clinton / Obama heißt. Unklar ist nur noch, wer von beiden an der Spitze stehen wird.

Die Republicans werden schwer haben, dem etwas entgegenzusetzen. Dick Chenney, derzeit Vizepräsident, hat sich in zahlreichen Skandalen diskreditiert und gilt auch als zu Bush like. Und auch sonst ist derzeit kein Kandidat in Sicht.

Wednesday, August 09, 2006

Aus für Joe Liebermann


2000 hatte ihn der demokratische Präsidentschaftskandidat Al Gore noch als Vizepräsidenten vorgeschlagen, nun endet die Karriere von Joe Liebermann aus Connecticut vielleicht abrupt.

Bei der parteiinternen Vorwahl in seinem Heimatstaat Connecticut schied der U.S.-Senator als Verlierer gegen seinen Herausforderer Ned Lamont um den Senatssitz des Bundesstaates aus, zumindest vorläufig. Die Entscheidung der Bundesstaatsdemokraten ist nicht ganz ohne Brisanz für das politische System der USA, wurde doch bereits 2000 sein jüdisches Bekenntnis zur Debatte, da noch nie ein U.S.-Präsident jüdischen Glaubens war. Und immerhin ist der Vizepräsident immer nur einen Herzschlag von der Präsidentschaft entfernt.
Aber auch innerparteilich zeigt sie ein tiefes Mißtrauen der Basis gegen die zögerliche und unentschlossene Haltung führender Demokratien in der Nah- und Mittelost-Politik. Obwohl der Präsidentschaftskandidat der Demokraten 2004 John F. Kerry von zahlreichen Kritikern von Präsident Bush Iraq- und Nahost-Politik unterstützt und getragen wurde, wurde diese Politik nie im U.S.-Senate gespiegelt. Auch Joe Liebermann stimmt dem Iraq-Krieg schlußendlich zu.

Ob die politische Karriere Liebermanns tatsächlich beendet ist, wird jedoch erst im November bei den sogenannten mid term elections entschieden: Liebermann tritt als unabhängiger Kandidat an. Gewinnt er den Senatssitz erneut bedeutet dies eine Schwächung der Demokraten, die dann einen weiteren Sitz einbüsen und in ihrer Oppositionsstrategie weiter geschwächt werden. Außer Liebermann tritt der demokratischen Fraktion wieder bei.

Saturday, February 04, 2006

Präsidentiell ...


Noch sind es fast drei Jahre, bis die USA einen neuen Präsidenten wählen und bereits jetzt wird spekuliert darüber, ob es nicht eher eine Präsidentin wird. Präsident Georg Bush höchstselbst hat Hillary Clinton bereits für präsidentiell erklärt und damit das Rennen eröffnet.

Das Rennen sei vollkommen hoffen, nachdem ein natürlicher Präsidentschaftsbewerber der Republicans nicht zur Verfügung steht - die Logik ist zwar nicht ganz einleuchtend, aber die Idee hinter einem ansich als konservativ geltenden Präsident dafür umso revolutionärer. Dick Chenney, amtierender Vizepräsident und nicht nur wegen seiner angeschlagenen Gesundheit als zukünftiger Präsident eher ungeeignet, tritt nicht an und der frühere demokratische Präsidentschaftsbewerber John Kerry hat sich bislang auch noch nicht erklärt. Clinton selbst gilt spätestens seit ihrer Zeit im Weißen Haus an der Seite ihres Gatten Bill als potentielle Kandidatin.

Lieber wäre Bush natürlich eine andere Kandidatin: Condoleeza Rice. Die derzeitige Außenministerin hat sich allerdings noch wesentlich weniger erklärt als Hillary Clinton. Zwei Frauen und noch dazu eine schwarze republikanische Kandidatin würden die USA für viele politisch wieder ein ganzes Stück weit in die gesellschaftliche Zukunft bringen, nachdem Bush selbst eher den Rückschritt in eine urkonservative Zeit verkörpert.